Filmabende

Wenn Gott ins Kino geht…

Unter diesem Motto laden wir zweimal im Jahr zu außergewöhnlichen Filmabenden ein.
»Wenn Gott ins Kino geht«, bedeutet das so viel wie: gezeigt werden Filme, die in besonderer Weise menschlich bewegend sind. Es handelt sich also nicht unbedingt um religiöse Filme im engeren Sinn (obschon das auch vorgesehen ist), als vielmehr um existentiell eingehende Erzählungen, Geschehnisse und Dokumentationen.

Die Filmabende finden zweimal im Jahr im Stülersaal statt, nämlich: Januar/Februar jeweils Freitagabend.

Eingeladen sind alle, die den Film gerne kennenlernen oder wiedersehen möchte.

Im Anschluss an den Film gibt es nach einer kurzen Pause Gelegenheit zum Austausch. Wer mag, kann auch unmittelbar nach der Vorführung gehen, um das Erlebte im Stillen nachwirken zu lassen. Ganz besonders herzlich laden wir am jeweils folgenden Sonntag in den Gottesdienst ein. In diesen Gottesdiensten werden Thema und Inhalte des Filmes aufgenommen!

Erster Filmabend

Freitag 28. Januar 2022 19:00 Uhr im Stülersaal

Ich will dich – Begegnungen mit Hilde Domin – Ein Film von Anna Ditges – 2007–95 Min.

Ein Dokumentarfilm über Leben und Werk der in Köln geborenen Dichterin Hilde Domin. Mit 42 Jahren begann sie im Exil der Dominikanischen Republik zu schreiben. Nach 22-jährigem Exil kehrte sie nach Deutschland zurück. Die 26-jährige Anna Ditges, bewegt von den Gedichten der Domin, nimmt Kontakt zu der 95-jährigen auf. Es entsteht ein filmisches Portrait, das einen sehr konkreten Zugang zur Person wie zum künstlerischen Schaffen der Dichterin vermittelt. Über einen Zeitraum von
fast zwei Jahren, bis zu Domins Tod im Februar 2006, besucht Anna Ditges die Dichterin regelmäßig. Dank des engen Vertrauensverhältnisses zu ihrer Protagonistin gelingt es der jungen Filmemacherin, gemeinsame Erlebnisse von besonderer Intensität zu dokumentieren.


Gottesdienst zum Film: Sonntag 30. Januar 2022 10.00 Uhr in der Heiliggrabkapelle


Zweiter Filmabend

Freitag 18. Februar 2022 19;00 Uhr im Stülersaal

Die Mühle & das Kreuz – Ein Film von Lech Majewski – 2011 – 92 Min

Im Jahr 1564 erhält Pieter Bruegel von dem Antwerpener Kaufmann und Kunstsammler Nicolas Jonghelinck den Auftrag, die Kreuztragung Christi zu malen. Bruegel will keine weitere von unzähligen Versionen der Passionsgeschichte liefern, sondern etwas Besonderes schaffen: Ein Bild, das eine Vielzahl von Geschichten enthält. Vor allem aber soll die Kreuzigungsgeschichte in seiner flämischen Heimat spielen –und von den Menschen auf den Höfen, Feldern und Märkten erzählen, von einem Land, das unter spanischer Herrschaft steht und in dem die Inquisitoren erbarmungslos wüten.
»Die Mühle und das Kreuz« ist eine intelligente und betörend schöne Adaption des weltberühmten Gemäldes »Die Kreuztragung Christi«, der es gelingt, ein Gemälde zum Leben zu erwecken und uns seine komplexe Bildsprache und versteckten Bedeutungen zu enthüllen.

Gottesdienst zum Film: Sonntag 20. Februar 2022 10.00 Uhr in der Heiliggrabkapelle